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Karatedō ( , jap. der Weg der leeren Hand) bzw. Karate ist eine Kampfkunst chinesischen Ursprungs, die über Okinawa ihren Weg nach Japan fand. Im 20. Jahrhundert fand sie weltweit Verbreitung. Der Name bedeutet übersetzt etwa Weg der leeren Hand und beschreibt einen waffenlosen Nahkampfstil.
Karate ist eine Kampfkunst der Selbstverteidigung, bei der der Körper so trainiert wird, dass Arme und Beine eine mit Waffen vergleichbare Schlagkraft entwickeln können. Im Karate werden Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken trainiert. Hebel, Würfe und Feger können ebenfalls zum Einsatz kommen
Oberstes Ziel des Karatedō ist die Entwicklung des Charakters:
Nicht der Sieg noch die Niederlage im Kampf stehen beim Karate im Vordergrund. Leitspruch der JKA
Karatedō wurde früher meist nur als Karate bezeichnet und ist unter dieser Bezeichnung noch heute am häufigsten geführt. Der Zusatz dō wird verwendet, um den philosophischen Hintergrund der Kunst und ihre Bedeutung als Lebensweg zu unterstreichen. Bis in die dreißiger Jahre hinein war die Schreibweise
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also leere Hand zu verwenden. Das neue Zeichen wurde wie das alte kara gelesen und war auch von der Bedeutung her in sofern passend, als im Karate meist mit leeren Händen, also ohne Waffen gekämpft wird.
Der Shōtōkan-Stil ist die am weitesten verbreitete Stilrichtung im Karate-Dō. Charakteristisch für diese Stilrichtung ist ein tiefer und damit fester Stand, der hohe Stabilität und kraftvolle Bewegungen ermöglicht. Benannt von dem Gründer Gichin Funakoshi, nach seinem Dichternamen Shōtō. Aufgrund Funakoshis Naturverbundenheit, wählte er den Namen Shōtō, was so viel wie Pinienrauschen bedeutet. Das erste Karate-Dōjō, 1936 in Zoshigaya gebaut, erhielt zu Funakoshis Ehren den Namen Shōtō-kan.
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Gichin Funakoshi (jap. Funakoshi Gichin; *1868; †1957) ist der Begründer des modernen Karate-Dō.
Aufgewachsen in Okinawa, gründete er das heute bekannte Karate im Shōtōkan-Stil und brachte die bis dahin im Geheimen trainierte Kampfkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts an die Öffentlichkeit. Dabei betrachtete er Karate nicht nur als Selbstverteidigungsmittel, sondern vielmehr auch als Werkzeug, um Körper und Charakter zu vervollkommnen. Nach seinem Tod entstanden zahlreiche Splitterorganisationen, die sich darauf berufen, den wahren Geist von Funakoshis Karate-Do verstanden zu haben, und von der JKA lossagten, um gegen deren "Versportlichung" oder Ähnliches zu protestieren. Fakt ist aber, das Funakoshi selbst einen einheitlichen Karatestil wünschte, wie man in seiner Autobiografie im Kapitel "Karate ist eins" nachlesen kann.
Obwohl er nach eigenen Aussagen in der Kindheit eher klein und kränklich war, fing er im Jugendalter unter Meister Yasutsune Azato an, Okinawa Karate zu erlernen. Obwohl er sich entschloss, Karate zu seinem Lebensweg zu machen, blieb Funakoshi beruflich fast immer Hauptschullehrer. Zuerst verbreitete er Karate auf Okinawa, wo er es dann auch schaffte, Karate in den Sportunterricht an der Schule zu integrieren. Später brachte er Karate nach Japan. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete er in Tokio als Hausmeister, Karatelehrer, Gärtner und Putzmann. Erst nachdem er es geschafft hatte, Karate in Japan bekannter zu machen, konnte er sich von seiner Tätigkeit als Karatelehrer ernähren. Der Stil wurde nach seinem Künstlernamen "Shoto" ,unter dem er Gedichte schrieb, und seinem ersten richtigem Dojo Shotokan (Kan = Halle) benannt. Zeit seines Lebens folgte Funakoshi einem strengen Ehrenkodex. So lehnte er es zum Beispiel ab, "schmutzige" Worte wie Socke oder Toilettenpapier zu benutzen. Auch war Funakoshi ein sehr friedfertiger Mann, der versuchte, den Kampf wann immer möglich zu vermeiden. So gab er zum Beispiel einmal Dieben den Kuchen, den er als Opfergabe für seine Ahnen vorgesehen hatte, nur um den Konflikt gegen die zwei ihm wahrscheinlich unterlegenen Männer zu vermeiden.
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